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Umweltpakt Bayern: MAN setzt neue Ziele 2010-2015

MAN Nutzfahrzeuge engagiert sich langfristig und nachhaltig im Umweltpakt Bayern. Im Mittelpunkt steht die vorausschauende Vermeidung künftiger Umweltbelastungen.

Im Rahmen eines Staatsempfangs wurde der neue Umweltpakt Bayern, der über eine Phase von fünf Jahren bis 2015 läuft, heute im Kaisersaal der Residenz München von Spitzenvertretern des Staates und der Wirtschaft unterzeichnet. Der Umweltpakt Bayern ist eine Vereinbarung zwischen der Bayerischen Staatsregierung und der bayerischen Wirtschaft. MAN Nutzfahrzeuge ist seit der Gründung des ersten Umweltpaktes 1995 beteiligt. Die teilnehmenden Unternehmen verpflichten sich zu konkreten Umweltschutzmaßnahmen, die über die gesetzlichen Standards hinausgehen. Erstes Ziel ist die vorausschauende Vermeidung künftiger Umweltbelastungen. Ziel des Umweltpaktes Bayern ist es auch, den Umwelt-Wissenstransfer zwischen großen und kleinen Unternehmen herzustellen.

Themenschwerpunkte von MAN Nutzfahrzeuge 2010 – 2015

MAN Nutzfahrzeuge initiiert in der Laufzeit bis 2015 Maßnahmen in den fünf Themenschwerpunkten Klimawandel und Energie, Energetische Gebäudesanierung, Energieeffizienz im Produktionsprozess, alternative Antriebstechnologien/Elektromobilität sowie Einführung von Umweltmanagementsystemen. Konkrete Maßnahmen aus den fünf Handlungsfeldern sind beispielsweise:

Klimawandel und Energie: MAN Nutzfahrzeuge bietet mit dem Fahrertraining MAN ProfiDrive® eine anerkannte Qualifizierung für Berufskraftfahrer für wirtschaftliches Fahren an. Im Mittel können nach einer Schulung fünf Prozent Dieselkraftstoff beim Betrieb eines Lkw oder Busses eingespart werden. Bei einer Jahresfahrleistung von 150.000 km für einen Fernverkehrs-Lkw entspricht dies einer Vermeidung von rund 6,3 Tonnen CO2 jährlich pro Fahrzeug.

Energieeffizienz im Produktionsprozess: So genannte Kalttests reduzieren den Energieverbrauch bei der Abnahme jedes einzelnen ausgelieferten Motors. Dieses Verfahren ist im Motorenwerk Nürnberg bereits im Einsatz und wird nun auf weitere Motorenbaureihen ausgeweitet. Die Energie-Einsparung entspricht dann rund 3.000 Tonnen CO2 jährlich. Auch in der mechanischen Fertigung wird durch ein Effizienzprojekt bis zu 15 Prozent Energie pro Fertigungsstunde gespart. In der LKW Montage in München wird durch Optimierungsmaßnahmen eine Energie-Einsparung von fünf Prozent erwartet. Dies entspricht jährlich rund 4.500 Tonnen CO2.

Im Schwerpunkt Alternative Antriebstechnologien und E-Mobilität startet MAN Nutzfahrzeuge derzeit europaweit mit emissionsarmen Hybrid-Stadtbussen im ÖPNV Einsatz. München hat bereits als erste europäische Metropole den MAN Lion's City Hybrid als Vorserienfahrzeug in Dienst gestellt. Weitere Busse dieses Typs kommen in Hagen (D), Paris (F), Barcelona (E), Mailand (I), Wien (A) sowie mehreren Städten in den Niederlanden zum Einsatz. MAN erreicht dabei eine signifikante CO2 Reduktion von bis zu 30 Prozent gegenüber einem Stadtbus mit herkömmlichem Verbrennungsmotor. Im Modellprojekt „Elektromobilität verbindet Bayern“ treibt MAN Nutzfahrzeuge zusammen mit anderen bayrischen Automobilherstellern sowie weiteren industriellen und kommunalen Partnern sowie mit Unterstützung der Bayerischen Staatsregierung das Projekt „Elektromobilität verbindet Bayern“ voran. Ziel ist es, die industriellen und wissenschaftlichen Kompetenzen Bayerns auf dem Sektor der Elektromobilität zu bündeln und ein integriertes Mobilitätskonzept mit der Kernachse München-Ingolstadt-Nürnberg zu schaffen.

Umweltmanagementsysteme bei MAN weltweit und bei Dienstleistern: MAN Nutzfahrzeuge führt weltweit zertifizierte Umweltmanagementsysteme ein und fördert damit den systematischen Umweltschutz. Auch die Dienstleister von MAN werden dazu motiviert, Umweltmanagementsysteme einzuführen. Dabei unterstützt MAN durch Schulungen und Workshops.