MAN SE  |  Investor Relations 

MAN veröffentlicht Geschäftsbericht 2020

Profitabilität nicht zufriedenstellend – steigender Umsatz erwartet

Geschäftsjahr 2020 auf einen Blick

  • 11,6 Mrd € – Auftragseingang signifikant gesunken
    [ 2019: 13,4 Mrd € ]
  • 10,8 Mrd € – Umsatz deutlich unter Vorjahr
    [ 2019: 12,7 Mrd € ]
  • - 631 Mio € – stark negatives Operatives Ergebnis
    [ 2019: 361 Mio € ]
  • - 5,8 % Operative Rendite – Profitabilität nicht zufriedenstellend
    [ 2019: 2,9 % ]
  • 55 Mio € – Positiver Netto-Cashflow
    [ 2019: 1,7 Mrd € ]

Das Jahr 2020 war ein besonderes Jahr, geprägt von tiefgreifenden Veränderungen und nicht vorhersehbaren Herausforderungen, auch für die MAN Gruppe. Gleichzeitig hat das Unternehmen 2020 auch wichtige Erfolge erzielt. Hervorzuheben sind die herausragenden Produkte, die erfolgreich auf den Markt gebracht worden sind: allen voran die neue Lkw-Generation von MAN Truck & Bus und der Schwerlast-Lkw Meteor von MAN Latin America.

Für 2020 war MAN auf Gegenwind eingestellt, da das europäische Branchenumfeld sich schon im Vorjahr eingetrübt hatte. Hinzu kam im ersten Halbjahr der Beginn der COVID-19-Pandemie, die zu großen Unsicherheiten und Zurückhaltung in nahezu allen Wirtschaftsbereichen rund um den Globus führte – auch bei vielen Kunden. Die Produktion stand mehrere Wochen still und konnte nur schrittweise wieder hochgefahren werden. Die Auslastung blieb niedrig. MAN musste auf Kurzarbeit zurückgreifen, hat umfangreich Sachkosten gestrichen und Investitionen auf das Nötigste gekürzt. Auf diese Weise konnten Kosten vermieden und die Liquidität gesichert werden.

Im zweiten Halbjahr haben sich die Märkte dann von niedrigem Niveau aus erholt, sie blieben allerdings volatil. Im Gesamtjahr 2020 brachen – insbesondere bei MAN Truck & Bus, aber auch bei MAN Latin America – Absatz und Umsatz bei Lkw und Bussen zweistellig ein. Der Auftragsbestand ging in Summe zurück. 2020 hatte aber auch einen Lichtblick: den Transporter MAN TGE. Sein Auftragseingang und Absatz konnte gegen den allgemein negativen Trend deutlich gesteigert werden.

Insgesamt schrumpfte der Absatz der MAN Gruppe im Jahr 2020 um 17 % auf rund 118.000 Lkw, Busse und Transporter. Vor allem infolge dieses schwachen Neugeschäfts verbuchte das Unternehmen auch im Umsatz heftige Einbußen – um 14 % auf 10,8 Mrd €. Vor allem der massive Volumenrückgang in der Produktion, höhere Abschreibungen und zusätzliche Kosten für die Einführung der neuen Lkw-Generation belasteten die Profitabilität der MAN Gruppe erheblich. So ergab sich ein Operatives Ergebnis von - 631 Mio €, die Operative Rendite fiel 2020 auf - 5,8 %.

Die Vorzeichen für 2021 sind diesbezüglich ebenfalls nicht erfreulich. Zwar wird der Umsatz der MAN Gruppe voraussichtlich volumengetrieben zulegen, mit Steigerungen sowohl bei MAN Truck & Bus als auch bei MAN Latin America. Damit werden sich 2021 auch das Operative Ergebnis und die Operative Rendite der MAN Gruppe vor Restrukturierungsmaßnahmen gegenüber den Vergleichswerten des Vorjahres gravierend verbessern. Es wird erwartet, dass das Operative Ergebnis der MAN Gruppe vor Restrukturierungsaufwendungen im Jahr 2021 leicht positiv sein wird.

Andreas Tostmann, Vorsitzender des Vorstands der MAN SE, erklärt dazu: „Die Profitabilität der MAN Gruppe ist nicht zufriedenstellend. Wir werden das Unternehmen daher mit aller Kraft neu ausrichten. MAN hat den Anspruch, die Zukunft der Transport- und Logistikbranche erfolgreich mitzugestalten. Wir wollen für unsere Kunden nachhaltige Lösungen anbieten. Dies packen wir mit Entschlossenheit und Zuversicht an. Denn wir haben unsere Stärken, die wir konsequent und mit Kraft einsetzen. Das sind unsere herausragenden Produkte, die hohe Innovationskraft, der für MAN typische unbedingte Zukunftswillen, die zupackende Haltung und ein hohes Engagement aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Unternehmen.“