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MAN steigert Operatives Ergebnis deutlich

Wichtige Impulse durch Zukunftsprogramme, strukturelle Verbesserungen zahlen sich aus, positiver Ausblick für 2017

Geschäftsjahr 2016 auf einen Blick

  • 14,4 Mrd € – Auftragseingang auf Vorjahresniveau
    [ 2015: 14,4 Mrd € ]
  • 13,6 Mrd € – Umsatz leicht unter Vorjahr
    [ 2015: 13,7 Mrd € ]
  • 204 Mio € – Operatives Ergebnis deutlich verbessert
    [ 2015: 92 Mio € ]
  • 1,5 % – Operative Rendite deutlich verbessert
    [ 2015: 0,7 % ]
  • Ausgeglichener Netto-Cashflow
    [ 2015: 0,5 Mrd € ]

MAN hat 2016 das Operative Ergebnis um gut 100 Mio € auf 204 Mio € spürbar gesteigert. Ohne Sondereffekte aus Restrukturierungsaufwendungen hat sich das Ergebnis auf über 400 Mio € verbessert. Neben positiven Impulsen durch den Nutzfahrzeugmarkt in Europa zahlten sich vor allem strukturelle Verbesserungen bei MAN Truck & Bus aus. Gezielte Zukunftsprogramme sorgen künftig auch für nachhaltige Ergebnisverbesserungen bei MAN Latin America sowie MAN Diesel & Turbo. Der Ausblick für die MAN Gruppe ist positiv: Im Jahr 2017 wird ein leicht höherer Umsatz erwartet, Operatives Ergebnis und Operative Rendite werden deutlich steigen.

Die weltwirtschaftliche Entwicklung war 2016 von verhaltener Wachstumsdynamik sowie ökonomischen und politischen Krisen geprägt. Im Geschäftsfeld Commercial Vehicles wuchs der europäische Nutzfahrzeugmarkt deutlich. In einzelnen Ländern, etwa in Italien oder Polen, war die Nachfrage nach leistungsfähigen Fahrzeugen besonders groß. Anders in Brasilien: Dort führte die anhaltende Rezession zu einem beträchtlichen Marktrückgang gegenüber dem schon schwachen Vorjahr.

Im Geschäftsfeld Power Engineering verschlechterte sich die Marktsituation bei Marine und Turbomaschinen weiter. Lichtblicke waren erneut Kreuzfahrtschiffe und das Spezialsegment der Behördenschiffe. Überkapazitäten und niedrige Transportraten drückten auf die Nachfrage im Segment der Handelsschiffe. Der niedrige Ölpreis hemmte die Investitionsbereitschaft im Marine Offshore-Bereich und beim Turbomaschinen-Neubau. Die Nachfrage nach Energielösungen in Entwicklungs- und Schwellenländern hat im Laufe des Jahres weiter zugenommen.

Die MAN Gruppe hat sich unter diesen Bedingungen 2016 gut entwickelt:

Trotz schwieriger Marktbedingungen behauptete das Unternehmen führende Marktpositionen in allen Bereichen. Hohe Innovationskraft, Qualität bei Produkten und im Service sowie Kundennähe zahlten sich aus. Das bestätigten die positiven Reaktionen auf den Messen SMM in Hamburg und IAA Nutzfahrzeuge in Hannover. Zudem brachte das Zukunftsprogramm PACE2017 bei MAN Truck & Bus wesentliche Ergebnisimpulse.

Der Auftragseingang der MAN Gruppe war 2016 mit rund 14,4 Mrd € auf Vorjahresniveau. Das Unternehmen erwirtschaftete einen Konzernumsatz in Höhe von 13,6 Mrd €, der geringfügig unter dem Wert des Vorjahres lag.

Joachim Drees, Vorsitzender des Vorstands der MAN SE, sagt: „Bei der Profitabilität sind wir 2016 deutlich vorangekommen. Neben positiven Impulsen durch den Nutzfahrzeugmarkt in Europa wirkten hier vor allem unsere strukturellen Verbesserungen. Das Operative Ergebnis von MAN Truck & Bus stieg 2016 stark an. Dieser gemeinsame Erfolg ist nur im Team möglich und unterstreicht die Notwendigkeit, konsequent sowie zukunftsorientiert an Strukturen und Prozessen zu arbeiten.“

MAN Latin America und MAN Diesel & Turbo mussten Rückgänge im Operativen Ergebnis hinnehmen. Neben verschlechterten Marktbedingungen ist dies auch darauf zurückzuführen, dass hier gezielt Zukunftsprogramme eingeleitet wurden. Renk hat sich stabil entwickelt. Die Operative Rendite der MAN Gruppe ist von 0,7 % auf 1,5 % spürbar gestiegen.

Im Jahr 2017 stehen für die MAN Gruppe folgende Themen im Fokus:

MAN Diesel & Turbo hat 2016 das Zukunftsprogramm Base Camp 3000+ aufgesetzt, an dessen Umsetzung bereits konsequent gearbeitet wird. Der Anpassungsbedarf ist vor allem im Bereich Turbomaschinen groß. Ziel des Maßnahmenpakets ist eine nachhaltige Ergebnisverbesserung bei MAN Diesel & Turbo von 450 Mio €. Gegenläufige Entwicklungen, z.B. Steigerungen der Tarifgehälter, sind hierbei zu berücksichtigen. Neben der Weiterentwicklung der Strategie in Richtung Digitalisierung und Dekarbonisierung zielt das Programm darauf ab, interne Prozesse zu optimieren und die Kostenstruktur substanziell zu verbessern. Effizienzmaßnahmen und Optimierungen stehen vor allem in den Bereichen Entwicklung, Vertrieb, Qualität und Produktkosten an.

Im Nutzfahrzeuggeschäft werden sowohl das Zukunftsprogramm PACE2017 bei MAN Truck & Bus als auch die Umstrukturierungsmaßnahmen bei MAN Latin America weiter umgesetzt. Ein weiterer bedeutender Schritt ist das Konzept des Lead Engineering, das klare Prinzipien für die gemeinsame Entwicklungsarbeit festlegt. Unter dem Dach von Volkswagen Truck & Bus treiben markenübergreifende Teams von MAN Truck & Bus, MAN Latin America und Scania die Entwicklung von Kernkomponenten des Antriebsstrangs gemeinschaftlich voran. Dabei entstehen gemeinsame Plattformen für Motoren, Getriebe, Achsen und Abgasnachbehandlungssysteme, die dann markenspezifisch modifiziert werden. Die Identität und die volle operative Verantwortung der Marken bleiben erhalten.

Weltweit wird die Nachfrage nach innovativen Lösungen in den Bereichen Transport und Energie weiter wachsen. MAN setzt daher die langfristig ausgelegte Strategie des profitablen Wachstums mit dem Fokus auf Transport und Energie fort. Das After Sales-Geschäft wird in allen Bereichen kontinuierlich ausgebaut. Technologieführerschaft bleibt für MAN ein wichtiger Erfolgsfaktor. Zentral sind bei der Entwicklung innovativer Produkte und Lösungen die wachsenden Anforderungen zur Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs und der Emissionen sowie an eine effiziente, zuverlässige und umweltschonende Energieerzeugung.

Die digitale Transformation bietet weitere Chancen und Potenziale, die MAN nutzen und durch neue Geschäftsmodelle wie innovative Mobilitätslösungen angehen wird. Deshalb wurde die Digitalmarke RIO initiiert. Die offene und cloud-basierte Plattform bündelt digitale Services für die gesamte Transportbranche. Sie vernetzt erstmalig alle Beteiligten der Lieferkette – vom Versender über Spedition und Transportunternehmen, Verlader, Disponent und Fahrer bis hin zum Empfänger.

Im Ausblick erwartet die MAN Gruppe 2017 einen leicht höheren Umsatz als im Vorjahr. Gestützt auf die eingeleiteten Maßnahmen zur Zukunftssicherung werden das Operative Ergebnis und die Operative Rendite der MAN Gruppe deutlich über den Niveaus von 2016 liegen. Sie werden zudem die Werte des Jahres 2016 vor Sondereinflüssen spürbar übertreffen.