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MAN Diesel & Turbo leitet Zukunftsprogramm ein

MAN Diesel & Turbo leitet ein umfassendes Programm zur Sicherung der ei-genen Zukunftsfähigkeit ein. Das teilte der Vorstand heute mit. Unter dem Titel „Basecamp 3000+“ wird das Maschinenbauunternehmen neben der Fortentwicklung von Strategie und Portfolio auch Maßnahmen zur Optimierung unternehmensinterner Prozesse und zur Verbesserung der Kostenstruktur in Angriff nehmen. Ziel des Maßnahmenpakets ist es, eine nachhaltige Ergebnisverbesserung von 450 Millionen Euro zu erzielen.

Der vorgestellte Plan sieht eine klare Zuordnung von Kompetenzen pro Standort und vereinfachte Strukturen vor. So soll etwa der Standort Hamburg künftig ausschließlich integrierte Serviceleistungen anbieten, die Dampfturbinen-Produktion an den Standorten in Oberhausen und Bengaluru konzentriert werden. Die bisherige Kompressorproduktion in Berlin wird zum Komponentenwerk für die Geschäftseinheit Turbomaschinen.

Weitere Ergebnisverbesserungen in Höhe von rund 350 Millionen Euro sollen durch Effizienzmaßnahmen und Optimierungen in den Bereichen Entwicklung, Vertrieb, Qualität, Produktkosten und Human Resources erbracht werden.

Der Vorstand geht davon aus, dass von den geplanten Maßnahmen rund 1.400 Arbeitsplätze weltweit betroffen sein werden. Der notwendige Personalabbau soll sozialverträglich gestaltet werden.

Über das Zukunftsprogramm sowie die damit verbundenen Auswirkungen auf die Arbeitnehmer hat der Vorstand Gespräche mit dem Betriebsrat aufgenommen.

„Unsere Analysen zeigen, dass wir uns weiterhin auf ein forderndes Marktumfeld einstellen müssen“, erklärt Dr. Uwe Lauber, Vorstandsvorsitzender des Unternehmens. „Auch unter solchen Rahmenbedingungen müssen wir wirt-schaftlich robust aufgestellt sein und wachsen können. Das Programm trägt daher im ersten Schritt den negativen Markteinflüssen Rechnung, denen wir seit geraumer Zeit ausgesetzt sind und mit denen wir weiter rechnen müssen.

Wir haben bereits in den vergangenen Jahren erfolgreiche Anstrengungen unternommen, aber das ‚Basecamp 3000+‘ ist noch nicht erreicht. ‚Basecamp 3000+‘, das bedeutet, ein nachhaltig profitables Geschäft in der Umsatzgrößenordnung von drei Milliarden Euro abzusichern und uns damit fit zu machen für die Gipfeljagd.“

Rund 100 Millionen Euro an Einsparungen sollen durch Strukturmaßnahmen im Bereich der drei strategischen Geschäftseinheiten Engine & Marine Systems, Power Plants und Turbomachinery sowie in den Gruppenfunktionen erzielt werden. Grundlage der Maßnahmen bildet eine in den vergangenen Monaten durchgeführte Analyse des Standortnetzwerks. Diese hat gezeigt, dass neben Anpassungen in der Kapazität auch strukturelle Maßnahmen erforderlich sind, um Synergien auszuschöpfen und die Kostenstruktur des Unternehmens zu optimieren.

„Der Anpassungsbedarf in den Strategischen Business Units ist unterschiedlich groß, das bestätigt die Analyse“, so Lauber. „Vor allem der Turbomaschinenbereich steht besonderen Herausforderungen gegenüber. Bedingt durch externe Faktoren erwarten wir, dass der Neubau-Auftragseingang auf dem gegenwärtig niedrigen Niveau verharren wird. Dafür müssen wir uns wappnen, müssen flexibler und effizienter werden.“