MAN SE  |  Investor Relations 

Hauptversammlung 2017: MAN ist für Zukunftsthemen gut aufgestellt

Aktionäre erhalten Barausgleichszahlung von 3,07 € je Aktie

Auf der Hauptversammlung des Maschinen- und Nutzfahrzeugkonzerns MAN in München äußerte sich Joachim Drees, Vorsitzender des Vorstands der MAN SE, vor rund 800 Aktionären und Gästen zuversichtlich: „Wir gehen davon aus, dass das Wachstum der Weltwirtschaft 2017 leicht über dem des Vorjahres liegen wird. Den Umsatz der MAN Gruppe erwarten wir für 2017 leicht über Vorjahresniveau. Operatives Ergebnis und Operative Rendite werden deutlich über dem Niveau von 2016 liegen. Sie werden auch die Werte des Jahres 2016 vor Sondereinflüssen spürbar übertreffen.“

Trotz teils schwieriger Marktbedingungen konnte MAN 2016 in allen Bereichen führende Marktpositionen behaupten. Drees: „Unsere hohe Innovationskraft, unser Qualitätsanspruch sowie die Nähe zu unseren Kunden zahlten sich aus.“ Im Geschäftsfeld Commercial Vehicles wuchs der europäische Nutzfahrzeugmarkt deutlich. Die Nachfrage nach leistungsfähigen Nutzfahrzeugen entwickelte sich in einzelnen Ländern wie etwa in Italien und Polen besonders gut. In Brasilien hingegen führte die anhaltende Rezession zu einem beträchtlichen Marktrückgang gegenüber dem schon schwachen Vorjahr. Im Geschäftsfeld Power Engineering verschlechterte sich die Marktsituation in den Bereichen Marine und Turbomaschinen weiter. Der niedrige Ölpreis hemmte die Investitionsbereitschaft im Marine-Offshore-Bereich und beim Turbomaschinen-Neubau. Die Nachfrage nach Energielösungen in Entwicklungs- und Schwellenländern nahm im Laufe des Jahres weiter zu.

Neben den Geschäftszahlen präsentierte Joachim Drees den Aktionären mehrere Zukunftsthemen, die das Unternehmen intensiv vorantreibt – vor allem Elektrifizierung, Digitalisierung und autonomes Fahren. Mit eTruck und eBus bietet MAN im Bereich Elektromobilität künftig Lösungen für die steigende Nachfrage nach emissionsfreien Antrieben. Bereits ab Ende dieses Jahres werden neun österreichische Unternehmen den MAN eTruck im Kundeneinsatz testen. Eine Kleinserie von rund 250 Fahrzeugen geht Ende 2018 an den Start, die Serienfertigung beginnt im Jahr 2021.

Für eine bessere digitale Vernetzung aller Beteiligten innerhalb der Transport- und Logistikkette hat MAN die Digitalmarke RIO initiiert. RIO ist eine eigenständige Marke unter dem Dach der Volkswagen Truck & Bus Gruppe. Die cloudbasierte, herstellerunabhängige Plattform wird in diesem Jahr kommerziell starten.

Ein weiteres Zukunftsthema für MAN ist Platooning. Hierfür fahren mindestens zwei Lkw mithilfe von Fahrassistenz- und Steuersystemen im Konvoi hintereinander. „Platooning ist zuallererst ein Gewinn für die Verkehrssicherheit. Wir sehen für das Fahren in Lkw-Kolonnen großes Potenzial“, erklärte Drees. „Im Mai erfolgte die Unterzeichnung eines Kooperationsvertrages von MAN Truck & Bus mit DB Schenker. 2018 wird ein Lkw-Platoon auf dem digitalen Testfeld auf der A9 zwischen den DB Schenker-Niederlassungen München und Nürnberg unterwegs sein.“

Der MAN-Chef erläuterte den Aktionären auch aktuelle Zukunftsprogramme in der MAN Gruppe. Bei MAN Truck & Bus brachte das Programm PACE2017 bereits wesentliche Ergebnisimpulse. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Neuausrichtung der Produktionsstandorte sowie der Verschlankung in allen Verwaltungsbereichen. Zudem werden Produktkosten gesenkt und die Vertriebsleistung erhöht. Damit werden die Voraussetzungen geschaffen für künftiges Wachstum und umfangreiche Investitionen.

Potenziale ausschöpfen und die Effizienz steigern, darum geht es auch bei dem Programm Base Camp 3000+ von MAN Diesel & Turbo. Neben der Weiterentwicklung von Strategie und Portfolio hat es zum Ziel, interne Prozesse zu optimieren und die Kostenstruktur substanziell zu verbessern. Damit wird die Wettbewerbsfähigkeit langfristig gesteigert.

Seit dem Geschäftsjahr 2014 schüttet die MAN SE keine Dividende mehr aus. Stattdessen erhalten außenstehende Aktionäre auch für 2016 die im Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der Volkswagen Truck & Bus GmbH festgeschriebene Barausgleichszahlung in Höhe von 3,07 € pro Stamm- oder Vorzugsaktie für das volle abgelaufene Geschäftsjahr. Am 31. März 2017 hielt die Volkswagen Truck & Bus GmbH 75,73 % der Stimmrechte und 74,53 % der Anteile am Grundkapital der MAN SE. Der Streubesitz liegt bei etwa 25 %.

Abschließend betonte Joachim Drees: „MAN ist und bleibt eine starke globale Marke mit hervorragenden Produkten. Ich bin überzeugt: Mit unserer motivierten, engagierten Mannschaft werden wir vieles bewegen und auch künftig erfolgreich sein.“

Rede Joachim Drees

Präsentation Joachim Drees

Live-Übertragung der Hauptversammlung


Bilder der Hauptversammlung