MAN SE  |  Investor Relations 

Hauptversammlung 2016: MAN ist gut in das Jahr gestartet

Aktionäre erhalten Barausgleichszahlung von 3,07 € je Aktie

MAN Hauptversammlung 2016

Auf der Hauptversammlung des Maschinen- und Nutzfahrzeugkonzerns MAN in München äußerte sich Joachim Drees, Vorsitzender des Vorstands der MAN SE, zuversichtlich vor den versammelten Aktionären: „MAN ist gut in dieses Jahr gestartet. Im ersten Quartal 2016 haben wir deutlich mehr Lkw und Busse verkauft als im Vorjahresquartal. Für das Gesamtjahr 2016 gehen wir davon aus, dass die Weltwirtschaft trotz einiger Unsicherheiten etwas stärker wächst als 2015. Risiken für eine Fortsetzung des Wachstums sehen wir vor allem in strukturellen Defiziten, geopolitischen Konflikten und der Entwicklung des Ölpreises. Für die MAN Gruppe resultiert hieraus ein Umsatz leicht unter Vorjahresniveau. Operatives Ergebnis und Operative Rendite werden deutlich über dem Niveau von 2015 liegen.“

2015 war für MAN erneut ein herausforderndes Jahr. Drees: „Wir profitierten einerseits von unserer starken Stellung auf dem sich erholenden europäischen Nutzfahrzeugmarkt. Andererseits blieb die Situation in anderen Regionen – vor allem in Brasilien – und im Geschäftsbereich Power Engineering angespannt.“ Auf Grund dieser schwierigen Marktumfelder seien in allen Bereichen Maßnahmen eingeleitet worden, um das Ergebnis der MAN Gruppe zu verbessern und die Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu optimieren. „Wir haben die bestehenden Effizienzprogramme analysiert, das Ambitionsniveau gesteigert, die Umsetzungsgeschwindigkeit erhöht und eine klare Verantwortung im Vorstand verankert“, erklärte Drees. „Wir stellen damit jetzt die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft.“

Der MAN-Chef bezeichnete die Digitalisierung als eine der größten Herausforderungen für das Unternehmen, da sie das Geschäft grundlegend verändere. „Ich bin absolut davon überzeugt, dass wir uns in Zukunft nicht mehr nur über die reine Hardware, sondern zunehmend auch über digitale Mehrwertdienste vom Wettbewerb absetzen werden“, sagte Drees. „Wir haben die Zeichen der Zeit erkannt und setzen verstärkt auf die Entwicklung digitaler Produkte und Dienstleistungen. So analysieren wir schon jetzt mit Einverständnis der Kunden individuelle Lkw-Daten. Damit können wir zum Beispiel den Spritverbrauch per Fernanalyse beobachten und in Echtzeit sagen, wo sich ein Lkw gerade befindet. Aber das ist nur der Anfang.“

MAN setze auch auf digital gekoppelte Sattelzüge. Drees: „Sie können den Gütertransport auf Autobahnen schon bald effizienter und sicherer machen.“ Um dies zu demonstrieren, hat MAN im April 2016 an der „European Truck Platooning Challenge“ teilgenommen – einer von der Europäischen Kommission initiierten Erprobungsfahrt von Lkw, die per digitaler Datenübertragung zu sogenannten „Platoons“ verbunden sind. „Die Teilnahme an der Veranstaltung war ein durchschlagender Erfolg. Wir konnten die technische Machbarkeit unserer Lösung eindrucksvoll belegen.“

Neben inhaltlichen und strategischen Weichenstellungen sei auch das „Wie“ der Zusammenarbeit für den künftigen Erfolg von MAN entscheidend. Drees betonte, dass er großen Aufbruchsgeist in der Belegschaft spüre. Auch deshalb sei er überzeugt, dass die anstehenden Aufgaben gemeinsam gemeistert werden. „MAN ist eine starke Marke mit hervorragenden Produkten sowie einer zuverlässigen, kompetenten Mannschaft. Mit einer offenen, transparenten Kultur werden wir die Zukunft des Unternehmens mutig angehen und erfolgreich gestalten.“

Seit dem Geschäftsjahr 2014 schüttet die MAN SE keine Dividende mehr aus. Stattdessen erhalten außenstehende Aktionäre auch 2016 die im Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der Volkswagen Truck & Bus GmbH, Braunschweig, festgeschriebene Barausgleichszahlung von 3,07 € pro Stamm- oder Vorzugsaktie für das volle abgelaufene Geschäftsjahr. Am 31. März 2016 hielt die Volkswagen Truck & Bus GmbH, eine 100%-ige unmittelbare Tochtergesellschaft der Volkswagen Aktiengesellschaft, 75,70 % der Stimmrechte und 74,49 % der Anteile am Grundkapital der MAN SE. Der Streubesitz liegt damit bei etwa 25 %.

Rede Joachim Drees

Präsentation Joachim Drees