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Erfolgreiche Truck Racing Saison 2012: Neuer Kraftstoff für MAN Rennteams

Erfolgreiche Truck Racing Saison 2012: Neuer Kraftstoff für MAN Rennteams

  • MAN und BP/Aral entwickeln speziellen Dieselkraftstoff für den Renneinsatz
  • Neue Formel sorgt für mehr Leistung und weniger CO2
  • Besonders saubere Verbrennung erübrigt den Partikelfilter

MAN setzt sich für sauberen und umweltschonenden Rennsport ein und hat deshalb gemeinsam mit dem strategischen Partner BP und dessen Kraftstoffmarke Aral einen Dieselkraftstoff entwickelt. Dieser Kraftstoff spart CO2 und verbrennt besonders sauber und rußarm. Er steht exklusiv den MAN-Teams zur Verfügung.

Die Entwicklung startete 2011 mit dem Ziel, die seriennahen Renntrucks nicht nur umweltfreundlicher, sondern auch noch schneller zu machen: Die MAN Rennmotoren für die Trucks der FIA Truck Racing Championship erreichen mehr als 5.500 Nm Drehmoment und Leistungen von mehr als 1.150 PS. Sie beschleunigen die 5,5 Tonnen schweren Rennwagen in rund sechseinhalb Sekunden auf 100 km/h. Damit loten die Renntrucks die Grenzen der Physik aus. Leistung und Drehmoment wurden in den letzten Jahren mehr und mehr gesteigert. Im Renneinsatz zeigte sich: mit handelsüblichen Tankstellendieselsorten lässt sich nicht das volle Potential der Rennmotoren nutzen. Daher bekamen die Kraftstoffspezialisten von Aral den Auftrag, auszuloten, ob mit einer besonderen Rezeptur die Kraftstoffeigenschaften optimiert werden können. Die Motoreningenieure von MAN sahen Potenzial insbesondere in einer rußärmeren Verbrennung.

Welche Voraussetzungen muss ein Renndiesel erfüllen?

Ziel der MAN Rennmotorenentwicklung in Nürnberg war es, einen Kraftstoff einsetzen zu können, der gleichzeitig drei Voraussetzungen erfüllt:

  • CO2 –Reduktion
  • Besonders rußarme Verbrennung, um ohne Partikelfilter zu fahren und damit Gewicht an ungünstiger Stelle eliminieren zu können
  • Optimale Leistungsentfaltung

Der richtige „Blend“ im Test

Der „Blend“, also die Mischung aus den verschiedenen Kraftstoffkomponenten, wurde im Aral Entwicklungslabor für Kraftstoffe in Bochum entwickelt und im MAN Motoren-Entwicklungszentrum in Nürnberg auf dem Prüfstand erfolgreich getestet. Einer der Knackpunkte ist es, unter erschwerten Rennbedingungen eine rußfreie Verbrennung auch bei voller Beschleunigung realisieren zu können. Erschwert heißt hier: bei großer Hitze und niedrigem Luftdruck. Damit brauchen die MAN Race Trucks keinen Partikelfilter. Es entfällt also ein leistungsrelevantes Bauteil, das sonst permanent in Topzustand gehalten werden müsste. Der Partikelfilter ist obendrein ein Bauteil, das an ungünstiger Stelle für einiges Gewicht sorgen würde – dieses können sich die Race Trucks also getrost sparen.

Eine solche maßgeschneiderte Optimierung der Eigenschaften basiert auf hochwertigen Kraftstoffkomponenten wie sie auch in den Markenkraftstoffen für BP/Aral Tankstellen verwendet werden. Diese wurden für die spezifischen Anforderungen der MAN Ingenieure von den Aral Forschern nochmals weiter selektiert und kombiniert. Das Geheimnis des Erfolgsrezeptes liegt also in der Qualität und Auswahl der Zusammensetzung. Übrigens – spezielle Renn-Additive sind hierbei gemäß Regelwerk nicht erlaubt.

Maßgeschneidertes Motoröl

Auch das Castrol-Motoröl ist eine Spezialentwicklung für die Rennmotoren. Eine sehr große Viskositätsspanne gewährleistet sichere Schmierfähigkeit auch unter den extremen Temperaturen und Belastungen, die auf der Rennstrecke herrschen.