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EU-Kommission veröffentlicht Entscheidung

Geldbußen gegen europäische Nutzfahrzeughersteller verhängt, MAN bleibt als Kronzeuge bußgeldfrei

Die Europäische Kommission hat heute fünf große europäische Nutzfahrzeughersteller wegen ihrer Beteiligung an einem Kartell mit Geldbußen in mehrfacher Milliardenhöhe belegt, da ihre Absprachen gegen das EU-Kartellrecht verstießen.

Wegen des Verdachts möglicher Kartellverstöße im Nutzfahrzeugbereich zwischen den Jahren 1997 und 2011 hatte die EU-Kommission im Jahr 2011 ein Verfahren eingeleitet und im Jahr 2014 sowohl MAN wie auch sämtlichen anderen großen europäischen Nutzfahrzeugherstellern die Beschwerdepunkte mit den gegen sie erhobenen Vorwürfen übermittelt.

Fünf Unternehmen räumten ihre Kartellbeteiligung ein und stimmten einem Vergleich zu.

MAN wurde die Geldbuße in Höhe von rund 1 Mrd € vollständig erlassen, weil das Unternehmen als Kronzeuge die EU-Kommission von dem Kartell in Kenntnis gesetzt hatte.

Der MAN Code of Conduct enthält ein eindeutiges Bekenntnis zum freien und fairen Wettbewerb. Das Unternehmen duldet keine unlauteren Geschäftspraktiken oder gesetzes- bzw. regelwidriges Verhalten. Ein umfassendes Compliance-System unterstützt in der MAN Gruppe präventiv die Einhaltung der Gesetze und internen Regelungen, beispielsweise mit Präsenz-Schulungen, Online-Learnings, Risiko-Analysen, Audits und IT-Tools.