MAN SE  |  Investor Relations 

MAN hält virtuelle Hauptversammlung 2020 ab

Auf der virtuell durchgeführten Hauptversammlung von MAN in München hat Dr. Ing. h.c. Andreas Tostmann, Vorsitzender des Vorstands der MAN SE, über das Geschäftsjahr 2019, die aktuelle Situation und künftige Herausforderungen berichtet. Bei seiner Rede im MAN Bus Forum stellte er fest: „Die Corona-Pandemie wirkt sich drastisch auf unsere Rahmenbedingungen aus. Unsere Werke mussten zeitweise schließen. Die Nutzfahrzeugmärkte sind massiv eingebrochen. Unser Arbeitsalltag in Produktion und Verwaltung sieht völlig anders aus als vor einem Jahr.“

Parallel nehmen die Trends der Nutzfahrzeugbranche weiterhin Fahrt auf: alternative Antriebe, Digitalisierung und Automatisierung. Insbesondere elektrifizierte Nutzfahrzeuge würden mit dem Rückenwind gesetzlicher Vorgaben die Straßen erobern. Die EU verlange für Lkw über 16 Tonnen bis 2030 eine CO2-Reduzierung von 30 % im Vergleich zum aktuellen Niveau. Diese Entwicklungen bedeuten für MAN: „Jetzt ist die Zeit zum Handeln. Wir müssen dieses Unternehmen konsequent auf die Zukunft ausrichten – und zwar nachhaltig“, so Tostmann.

Dazu gehöre auch ein Abbau von Arbeitsplätzen bei MAN Truck & Bus. „Wichtig sind nun konstruktive Gespräche mit der Arbeitnehmerseite. Wir freuen uns, dass wir uns dafür zeitnah wieder zusammensetzen.“

Tostmann betonte, MAN kennzeichne der leidenschaftliche Einsatz der Belegschaft. Dieses Engagement sei auch in der Pandemie besonders deutlich geworden. So haben die MAN-Mitarbeiter das komplette Servicenetz aufrechterhalten. Damit haben sie sichergestellt, dass Einsatzfahrzeuge, Lieferketten und der Personennahverkehr zuverlässig funktionieren. MAN-Experten haben ein Hygiene-Schutzkonzept für Busse entwickelt: mit Schutzwänden für die Fahrer und virenabweisenden Oberflächen. Vor einigen Wochen habe MAN zudem ein Corona-Diagnostikfahrzeug vorgestellt. Dieses rollende Labor ermögliche schnelle Testergebnisse, wo immer sie gebraucht werden. Mehr als 500 am Tag.

Gleichzeitig steht für den MAN-Chef fest: „Wir wollen nicht nur die Gegenwart steuern. Wir wollen die Zukunft gestalten. Unser Zukunftswille ist ungebrochen. Wir packen an – mit überzeugenden Produkten, wegweisenden Technologien und umfassenden Dienstleistungen. Wie bei früheren Veränderungen brauchen wir dafür drei Dinge: Zukunftsorientierung, um die Entwicklungen vorauszusehen. Innovationskraft, um Lösungen für eine neue Zeit zu entwickeln. Und die finanziellen Mittel, den Wandel zu stemmen.“

Vor allem beim letzten Punkt müsse jetzt schnell und entschieden gehandelt werden. Denn die Marktanforderungen verändern sich in hohem Tempo. Dabei setze sich MAN klare Ziele: Das Operative Ergebnis soll bis 2023 um 1,8 Mrd € verbessert werden.

Dafür gebe die Einbindung in die TRATON GROUP zusätzlich Rückenwind: MAN profitiere vom gemeinsamen Einkauf, vom Wissens- und Technologietransfer innerhalb der Gruppe sowie von strategischen Partnerschaften.

Der Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der TRATON SE war zum 1. Januar 2019 außerordentlich gekündigt worden. Deshalb entfällt der vom Geschäftsjahr 2014 bis 2018 gezahlte Barausgleich. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen die Auszahlung einer Dividende von 0,11 € je Aktie vor.

Abschließend betonte Andreas Tostmann: „Die kommenden Jahre werden vielleicht die entscheidendsten in der ereignisreichen Geschichte von MAN sein. Dazu brauchen wir jetzt den Löwen in MAN: agil, flexibel, kraftvoll. Immer auf der Suche nach besseren Lösungen. Das Zeug dazu haben wir.“


Bilder der Hauptversammlung

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