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MAN erreicht deutlich besseres Ergebnis

Im ersten Halbjahr 2016 steigert MAN Truck & Bus den Gewinn – Operatives Ergebnis vor Sondereinflüssen mehr als verdoppelt

Der Nutzfahrzeug- und Maschinenbauer MAN ist erfolgreich ins Jahr 2016 gestartet und profitiert dabei vor allem von seiner starken Stellung auf dem sich weiter erholenden europäischen Nutzfahrzeugmarkt. Der Auftragseingang der MAN Gruppe betrug in den ersten sechs Monaten des Jahres 7,4 Mrd €, der Umsatz 6,4 Mrd €. Die Operative Rendite der MAN Gruppe stieg im ersten Halbjahr auf 3,7 % – nach 0,2 % im Vorjahreszeitraum.

Das Operative Ergebnis der MAN Gruppe erreichte in den ersten sechs Monaten 236 Mio € (15 Mio €). „Dies ist vor allem auf ein erheblich verbessertes Operatives Ergebnis bei MAN Truck & Bus zurückzuführen“, erklärt Joachim Drees, Vorsitzender des Vorstands der MAN SE. „Neben gestiegenen Volumina und höheren Margen wirkten hier auch wesentliche Ergebnisimpulse aus unserem im vergangenen Jahr gestarteten Zukunftsprogramm.“

Auftragseingang und Umsatz von MAN Truck & Bus stiegen im ersten Halbjahr 2016 auf 5 250 Mio € bzw. 4 443 Mio €. Analog dazu entwickelten sich auch Auftragseingang und Absatz in Stückzahlen positiv. Das Operative Ergebnis lag in den ersten sechs Monaten mit 268 Mio € sogar deutlich über dem Ergebnis des Vorjahreszeitraums vor Sondereinflüssen (121 Mio €). Dies entspricht einer Operativen Rendite von 6,0 % (2,8 %).

Das Programm zur Stärkung des Unternehmens im Wettbewerbsumfeld umfasst umfangreiche Initiativen zur Profitabilitätssteigerung und Kostenreduktion sowie zur weiteren Flexibilisierung der Produktion. Ein Schwerpunkt liegt auf der Neuausrichtung der Lkw-Produktionsstandorte sowie der Verschlankung in allen Verwaltungsbereichen. Zudem werden die Produktkosten gesenkt und die Vertriebsleistung erhöht.

Während im Geschäftsfeld Commercial Vehicles der europäische Markt infolge der positiven wirtschaftlichen Entwicklung deutlich wuchs, führten in Brasilien die andauernde Rezession und die politischen Unsicherheiten abermals zu einem beträchtlichen Marktrückgang gegenüber dem Vorjahr.

MAN Latin America verzeichnete im ersten Halbjahr 2016 einen weiteren Nachfragerückgang. Das Unternehmen setzte 10 131 Nutzfahrzeuge ab, 19 % weniger als im Vorjahr. Die Umsatzerlöse sanken auf 398 Mio €. Um die Ergebnisqualität nachhaltig zu verbessern, stärkt MAN Latin America mit einem umfassenden Programm seine Stellung im Wettbewerbsumfeld.

Im Geschäftsfeld Power Engineering verschlechterte sich die Situation im Marinemarkt und im Markt für Turbomaschinen weiter, während der Markt für Energieerzeugung stabil blieb. Dies führte insgesamt zu einem Rückgang des Auftragseingangs bei MAN Diesel & Turbo, auch wenn im Bereich Power Plants mehr Aufträge als im Vorjahr verbucht werden konnten.

Im ersten Halbjahr wies MAN Diesel & Turbo ein Operatives Ergebnis von 69 Mio € und damit eine Operative Rendite von 4,7 % aus. Im Wesentlichen verschlechterte sich das Ergebnis gegenüber dem Vorjahr aufgrund geringerer Umsatzvolumina, deutlichen Margendrucks im Neubaugeschäft und einer geringeren Auslastung.

Renk erzielte aufgrund der positiven Entwicklung in den Geschäftsbereichen Spezialgetriebe und Fahrzeuggetriebe insgesamt einen höheren Auftragseingang als im Vorjahr. Im Berichtszeitraum lag das Operative Ergebnis bei 33 Mio €. Damit erwirtschaftete Renk im Berichtszeitraum 2016 eine Operative Rendite von 14,6 %.

Insgesamt erreichte die MAN Gruppe in den ersten sechs Monaten ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von 156 Mio €. Nach Steuern lag das Ergebnis bei 16 Mio €. Der Cashflow aus der Geschäftstätigkeit verbesserte sich in den ersten sechs Monaten deutlich auf 406 Mio €.

Der Vorstand der MAN SE erwartet für das Jahr 2016 einen Umsatz leicht unter dem Vorjahresniveau. Das Operative Ergebnis und die Operative Rendite werden deutlich über dem Niveau von 2015 liegen.

Halbjahresfinanzbericht 2016